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LLM-Vergleich 2026: Welches KI-Modell für welche Aufgabe passt

GPT, Claude, Gemini und offene Modelle im Vergleich: Welche Modellstufe für welche Aufgabe passt, was sie im Betrieb kostet und welche Wege es für die Verarbeitung in der EU gibt. Stand: September 2026.

Niklas Coors
Niklas Coors Geschäftsführer, Plotdesk
Veröffentlicht
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14 Min.
LLM-Vergleich 2026: Welches KI-Modell für welche Aufgabe passt

Das Wichtigste in Kürze

Stand September 2026: Die Spitzenmodelle heißen Claude Opus 5 und Claude Fable 5.1 (Anthropic), GPT-6 Astra und GPT-5.6 (OpenAI) sowie Gemini 3.8 Flash (Google). Ein Kontextfenster von rund einer Million Tokens ist bei allen drei Anbietern Standard.

Die Preisspanne ist größer als der Qualitätsabstand: Zwischen 0,20 $ und 10 $ je Million Eingabe-Tokens liegt Faktor 50. Der größte Kostenhebel ist deshalb nicht der Anbieter, sondern die Modellstufe (Quellen: OpenAI, Anthropic, Google, abgerufen am 14.09.2026).

Token-Preise sind nur eingeschränkt vergleichbar: Anthropic weist für Modelle ab Claude Opus 4.7 einen neuen Tokenizer aus, der für denselben Text rund 30 % mehr Tokens erzeugt. Wer Anbieter vergleicht, rechnet mit eigenen Texten, nicht mit Listenpreisen.

Lange Eingaben kosten unterschiedlich viel: OpenAI berechnet oberhalb von 272.000 Eingabe-Tokens den doppelten Eingabe- und den 1,5-fachen Ausgabepreis für die gesamte Anfrage. Anthropic rechnet das volle Fenster zum Normaltarif ab.

Für den EU-Betrieb gibt es je Anbieter einen anderen Weg: Microsoft Foundry mit EU-Datenzone, regionale Endpunkte bei Amazon Bedrock und Google Cloud oder europäische und offene Modelle. Ein AVV nach Art. 28 DSGVO ist in jedem Fall Pflicht.

Ein LLM-Vergleich 2026 ist immer eine Momentaufnahme. Zwischen Juni und September 2026 haben alle drei großen US-Anbieter ihre Spitzenmodelle ausgetauscht: Anthropic mit Claude Opus 5 und Claude Fable 5.1, OpenAI mit der GPT-6-Generation, Google mit Gemini 3.8 Flash. Wer eine Beschaffung über zwölf Monate plant, überspringt damit regelmäßig zwei Modellgenerationen.

Für Entscheider im Mittelstand ist deshalb nicht die Frage interessant, welches KI-Modell das beste ist, sondern welches Modell für welche Aufgabe wirtschaftlich passt und wie Sie wechselfähig bleiben. Dieser Vergleich ordnet die Modelle nach Aufgabe, Kosten und EU-Betrieb ein. Alle Preis- und Kontextangaben stammen aus den Anbieter-Dokumentationen und sind am 14. September 2026 geprüft.

Welche KI-Modelle sind im September 2026 aktuell?

Maßgeblich sind im September 2026 Claude Opus 5 und Claude Fable 5.1 von Anthropic, GPT-6 Astra und die GPT-5.6-Familie von OpenAI sowie Gemini 3.8 Flash von Google. Dazu kommen DeepSeek V4 und die Mistral-3-Familie als offene Gewichte, die Sie selbst betreiben können.

Die folgende Tabelle nennt je Anbieter das Spitzenmodell, das Arbeitspferd und die günstige Stufe. Sie ist die Grundlage für alles Weitere in diesem Artikel.

Frontier-Modelle im Vergleich, Stand 14. September 2026
Modell Rolle Kontextfenster Preis je Mio. Tokens (Eingabe / Ausgabe) Wissensstand
Claude Fable 5.1 (Anthropic) Spitzenmodell für schwieriges Reasoning und lange Agentenläufe 1 Mio. Tokens, 128K Ausgabe 10 $ / 50 $ Juni 2026
Claude Opus 5 (Anthropic) Standardempfehlung für komplexe Aufgaben und agentisches Programmieren 1 Mio. Tokens, 128K Ausgabe 5 $ / 25 $ Mai 2026
Claude Sonnet 5 (Anthropic) Arbeitspferd für den Alltag 1 Mio. Tokens, 128K Ausgabe 2 $ / 10 $ Januar 2026
Claude Haiku 4.5 (Anthropic) Günstige Stufe für Klassifizierung und Vorfilter 200K Tokens, 64K Ausgabe 1 $ / 5 $ Februar 2025
GPT-6 Astra (OpenAI) Spitzenmodell für anspruchsvolle Analysen 1,05 Mio. Tokens, 128K Ausgabe 10 $ / 50 $ April 2026
GPT-5.6 Sol / Terra (OpenAI) Allroundmodell (Sol) und günstigere Arbeitsstufe (Terra) 1,05 Mio. Tokens, 128K Ausgabe 4 $ / 20 $ bzw. 2 $ / 12 $ Februar 2026
GPT-5.6 Luna (OpenAI) Günstige Stufe für Massenaufgaben 1,05 Mio. Tokens, 128K Ausgabe 0,20 $ / 1,20 $ Februar 2026
Gemini 3.8 Flash (Google) Günstiges Allroundmodell, multimodal mit Bild, Video, Audio und PDF 1.048.576 Tokens Eingabe, 65.536 Ausgabe 0,75 $ / 3,75 $ (bis 31.12.2026, danach 1,50 $ / 7,50 $) keine Angabe
Gemini 3.1 Pro (Google, Vorschau) Pro-Stufe für schwierige Aufgaben, noch nicht allgemein verfügbar über 200K Tokens (eigene Preisstufe) 2 $ / 12 $ bis 200K Tokens, darüber 4 $ / 18 $ keine Angabe

Quellen: Anthropic Modellübersicht, OpenAI Modelle und Preise, Gemini API Preise und Gemini Modellkarte, alle abgerufen am 14. September 2026. Preise gelten für die direkten Anbieter-Schnittstellen ohne Rabatte.

Drei Beobachtungen sind für die Auswahl wichtiger als jede Benchmark-Tabelle.

Erstens: Die Spitzenmodelle liegen preislich gleichauf. GPT-6 Astra und Claude Fable 5.1 kosten beide 10 $ je Million Eingabe-Tokens und 50 $ je Million Ausgabe-Tokens. Wer den Anbieter über den Listenpreis auswählt, entscheidet auf der falschen Achse.

Zweitens: Das Arbeitspferd entscheidet über die Rechnung. Claude Sonnet 5 (2 $ / 10 $), GPT-5.6 Terra (2 $ / 12 $) und Gemini 3.8 Flash (0,75 $ / 3,75 $) decken den Großteil der Aufgaben ab, die im Unternehmen anfallen. Läuft dieser Anteil versehentlich auf einem Spitzenmodell, vervielfacht sich die Rechnung ohne Qualitätsgewinn.

Drittens: Reasoning ist kein eigener Modelltyp mehr. Alle aktuellen Modelle denken vor der Antwort und lassen sich dabei steuern, bei Anthropic über den Parameter effort in fünf Stufen, bei OpenAI über reasoning.effort, bei Google über thinking_level. Wie viel dieser Aufwand bringt und wo er nur Geld kostet, steht im Leitfaden zu Reasoning-Modellen im Unternehmen.

Was kosten die Modelle im Betrieb wirklich?

Im Betrieb kosten die Modelle meist mehr, als der Listenpreis vermuten lässt, weil Denk-Tokens, lange Eingaben und Datenresidenz zusätzlich anfallen; Zwischenspeicher und Stapelverarbeitung senken die Kosten wieder. Fünf Mechanismen entscheiden über die Rechnung, und alle fünf lassen sich steuern.

  1. Denk-Tokens zählen als Ausgabe. OpenAI schreibt in der Dokumentation, dass Reasoning-Tokens zwar nicht sichtbar sind, aber Platz im Kontext belegen und als Ausgabe abgerechnet werden (OpenAI Reasoning Guide). Google formuliert es genauso: Der Antwortpreis ist die Summe aus Ausgabe- und Denk-Tokens (Gemini Thinking). Eine kurze Antwort kann deshalb teuer sein.
  2. Lange Eingaben kosten bei OpenAI zusätzlich. Ab 272.000 Eingabe-Tokens berechnet OpenAI den doppelten Eingabe- und den 1,5-fachen Ausgabepreis für die gesamte Anfrage. Anthropic rechnet das volle Fenster zum Normaltarif ab und schreibt ausdrücklich, dass eine Anfrage mit 900.000 Tokens denselben Tokenpreis hat wie eine mit 9.000.
  3. Zwischenspeicher senkt den Preis deutlich. Ein Cache-Treffer kostet bei Anthropic 10 % des Eingabepreises, bei Claude Fable 5.1 sogar 2,5 %. Bei OpenAI kostet zwischengespeicherte Eingabe ein Zehntel des Normalpreises. Das lohnt sich überall dort, wo dieselbe Anleitung oder dasselbe Dokument mehrfach im Prompt steht.
  4. Stapelverarbeitung spart die Hälfte. Anthropic und OpenAI geben 50 % Rabatt auf asynchron verarbeitete Anfragen. Für nächtliche Klassifizierungen, Reports oder Massenübersetzungen ist das der einfachste Hebel.
  5. Datenresidenz kostet Aufschlag. OpenAI berechnet für regionale Verarbeitung 10 % Aufschlag bei Modellen ab dem 5. März 2026. Für Claude kosten regionale Endpunkte bei Amazon Bedrock und Google Cloud laut Anthropic 10 % mehr als globale.

Ein Punkt fällt in Vergleichstabellen fast immer unter den Tisch: Tokenpreise verschiedener Anbieter sind nicht direkt vergleichbar. Anthropic weist in der Preisdokumentation aus, dass Modelle ab Claude Opus 4.7 einen neuen Tokenizer nutzen, der für denselben Text rund 30 % mehr Tokens erzeugt. Ein um 20 % niedrigerer Preis je Token kann damit im Alltag teurer sein.

Belastbar wird der Vergleich erst, wenn Sie dieselben zehn echten Anfragen bei jedem Anbieter durchrechnen. Wie Sie so eine Messung aufsetzen, beschreibt der Leitfaden zu Token-Kosten und FinOps für KI.

Welches KI-Modell passt zu welcher Aufgabe?

Es gibt kein bestes KI-Modell für Unternehmen, sondern eine passende Stufe je Aufgabe. Die folgende Matrix ist als Startpunkt gedacht: Sie legt fest, mit welcher Stufe Sie beginnen, und Ihre eigenen Tests entscheiden, ob es dabei bleibt.

Empfohlene Modellstufe je Unternehmensaufgabe
Aufgabe Stufe Beispiele (Stand 09/2026) Warum
E-Mail, Zusammenfassung, Recherche, Textentwurf Arbeitspferd Claude Sonnet 5, GPT-5.6 Terra, Gemini 3.8 Flash Qualitätsunterschiede zum Spitzenmodell sind hier klein, der Preisunterschied ist es nicht
Klassifizierung, Vorfilter, Massenverarbeitung Günstige Stufe GPT-5.6 Luna, Claude Haiku 4.5, kleine offene Modelle Hohes Volumen, klar umrissene Aufgabe, Ergebnis maschinell prüfbar
Lastenheft, Vertrag, Ausschreibung (50 bis 500 Seiten) Arbeitspferd mit großem Kontext Claude Sonnet 5, GPT-5.6 Sol, Gemini 3.8 Flash Ein Fenster von rund 1 Mio. Tokens fasst den Vorgang am Stück, siehe Erklärung zum Kontextfenster
Mehrstufige Analyse, Entscheidungsvorlage, schwierige Programmierarbeit Spitzenmodell Claude Opus 5, Claude Fable 5.1, GPT-6 Astra Der Aufpreis lohnt, wenn ein Fehler teurer ist als die Anfrage
Bild, Video, Audio und PDF als Eingabe Multimodales Modell Gemini 3.8 Flash Laut Google-Modellkarte nimmt es Text, Bild, Video, Audio und PDF entgegen
Besonders sensible Daten, kein Anbieterzugriff gewünscht Offene Gewichte, selbst betrieben Mistral Large 3, Ministral 3, DeepSeek V4 Verarbeitung bleibt in Ihrer Infrastruktur, dafür tragen Sie Betrieb und Betriebskosten

Die Matrix ersetzt keine eigene Messung. Sammeln Sie je Aufgabe zehn bis zwanzig echte Anfragen mit einer gewünschten Antwort und lassen Sie jedes Modell dagegen laufen. Der Aufwand liegt erfahrungsgemäß bei wenigen Tagen, und das Ergebnis sagt mehr über Ihre Anwendung als öffentliche Benchmarks, weil es Ihre Sprache, Ihre Dokumente und Ihre Qualitätsansprüche misst. Wie Sie so eine Prüfstrecke dauerhaft betreiben, steht im Leitfaden zu Evaluation und Beobachtbarkeit von KI-Anwendungen.

Wann lohnen sich offene Modelle wie Mistral oder DeepSeek?

Offene Modelle lohnen sich, wenn Daten das Haus nicht verlassen dürfen oder wenn ein sehr großes, gleichförmiges Volumen anfällt. Beides ist im Mittelstand seltener der Fall, als es die Debatte vermuten lässt, aber wenn es zutrifft, ist der Unterschied groß.

Mistral veröffentlicht die Mistral-3-Familie unter Apache 2.0, darunter Mistral Large 3 mit 675 Mrd. Parametern und 41 Mrd. aktiven Parametern sowie die kleinen Ministral-3-Modelle mit 3, 8 und 14 Mrd. Parametern (Mistral, 2. Dezember 2025). Mistral Medium 3.5 steht unter einer abgewandelten MIT-Lizenz. Für europäische Unternehmen ist das eine naheliegende offene Linie: europäischer Anbieter, freie Lizenz, Betrieb im eigenen Rechenzentrum möglich.

DeepSeek bietet mit DeepSeek V4 Pro und DeepSeek Flash zwei Modelle mit einem Kontextfenster von 1 Mio. Tokens und bis zu 384.000 Ausgabe-Tokens an. Die Preise der offiziellen Schnittstelle liegen je nach Tageszeit bei 0,66 $ bis 1,32 $ Eingabe und 1,98 $ bis 3,96 $ Ausgabe je Million Tokens (DeepSeek Preisliste).

Was Sie bei DeepSeek beachten müssen: Das offizielle Hosting läuft in China. Die Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit hat die DeepSeek-App am 27. Juni 2025 gemeinsam mit weiteren Aufsichtsbehörden bei Apple und Google nach Art. 16 DSA als rechtswidrigen Inhalt gemeldet, weil Eingaben, Chatverläufe und Dateien ohne geeignete Garantien nach Art. 46 DSGVO nach China übermittelt werden (Pressemitteilung). Wer die Modelle einsetzen will, betreibt sie selbst oder bezieht sie über einen Anbieter mit Verarbeitung in der EU und einem AVV.

Wirtschaftlich rechnet sich Eigenbetrieb erst ab hohem, gleichmäßigem Volumen: GPU-Kapazität, Betrieb, Aktualisierung und Bereitschaft laufen weiter, auch wenn nachts niemand fragt. Die Rechnung dazu steht im Leitfaden zu offenen Sprachmodellen und Self-Hosting.

Sind die Modelle DSGVO-konform nutzbar?

Nutzbar ja, automatisch konform nein. Ob ein Einsatz datenschutzkonform ist, hängt vom Auftragsverarbeitungsvertrag, vom Verarbeitungsort, von der Konfiguration und vom Zweck ab, nicht vom Modellnamen. Die folgende Übersicht zeigt, welchen Weg jeder Anbieter für die Verarbeitung in der EU anbietet (Stand: September 2026).

Wege zur Verarbeitung in der EU je Anbieter
Anbieter Weg zur Verarbeitung in der EU Praxis-Hinweis
OpenAI Microsoft Foundry mit dem Bereitstellungstyp „Data Zone Standard" (EU) oder regionale Verarbeitung direkt über die OpenAI-Schnittstelle Microsoft verarbeitet bei der EU-Datenzone innerhalb der Azure EU Data Boundary; globale Bereitstellungen verarbeiten in jeder Azure-Region. Regionale Verarbeitung bei OpenAI kostet 10 % Aufschlag
Anthropic Regionale Endpunkte bei Amazon Bedrock oder Google Cloud Die Anthropic-Schnittstelle selbst kennt nur „global" und „us", eine EU-Option gibt es dort nicht. Regionale Endpunkte der Cloud-Anbieter kosten 10 % mehr als globale
Google Vertex AI mit regionalen oder multiregionalen Endpunkten Region, Vertragsanhang und Zusagen zum Verarbeitungsort gehören in den AVV, nicht in die Projektnotiz
Mistral Europäischer Anbieter, zusätzlich Eigenbetrieb der offenen Modelle Naheliegend für Setups, die ausschließlich in der EU verarbeiten sollen; Hosting-Region und AVV trotzdem prüfen
DeepSeek Nur Eigenbetrieb oder Anbieter mit Verarbeitung in der EU Die offizielle Schnittstelle verarbeitet in China; die App wurde 2025 von deutschen Aufsichtsbehörden gemeldet

Für jede berufliche Nutzung mit Personenbezug brauchen Sie einen wirksamen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Welche Wege deutsche Unternehmen dabei üblicherweise gehen, steht im Leitfaden zu DSGVO-konformen KI-Lösungen.

Für die Modellauswahl kommt die KI-Verordnung hinzu: Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Art. 50, etwa der Hinweis, dass ein Chatbot eine KI ist. Die Pflichten für Anbieter von Modellen mit allgemeinem Verwendungszweck stehen in Kapitel V und treffen die Modellanbieter, nicht Sie als Betreiber. Diese Einordnung ersetzt keine Rechtsberatung.

Wie Plotdesk die Modellwahl im Unternehmen löst

Plotdesk verbindet eine KI-Plattform mit einem Umsetzungsteam für den Mittelstand. Für die Modellfrage heißt das konkret: Im Model Garden binden wir mehr als 100 Modellvarianten aus zehn Provider-Typen an, von OpenAI, Anthropic, Google Vertex AI, Azure AI Foundry und Amazon Bedrock bis zu Mistral und selbst betriebenen offenen Modellen über OpenAI-kompatible Endpunkte.

Welche Modelle ein Team, eine Gruppe oder eine einzelne Anwendung nutzen darf, legen Sie zentral fest. Nutzungs- und Kostenanalysen zeigen je Bereich, wohin das Budget fließt, und machen sichtbar, wenn ein Standardfall auf einem teuren Modell läuft. Der Betrieb erfolgt als dedizierte Instanz in der EU oder im eigenen Tenant, mit DSGVO-konformem AVV, SSO, mehr als 40 Berechtigungen und Audit-Logs.

Welche Aufgabe welches Modell nutzt, legen wir gemeinsam je Anwendungsfall fest: in der KI-Potenzialanalyse, belegt im Proof of Value, dann als produktive Lösung und im systematischen Ausbau. Als Vergleichsbasis dienen 1.200+ Use Cases in 15 Branchen. Erscheint die nächste Modellgeneration, ändern Sie eine Freigabe und prüfen sie mit Ihren Testfällen, statt die Architektur umzubauen.

In drei Schritten zum eigenen Modell-Stack

Ein belastbarer Modell-Stack entsteht in drei Schritten: Aufgaben erfassen, Modellstufen festlegen und die rechtlichen Anforderungen von Anfang an mitschreiben.

1

Aufgaben erfassen, nicht Modelle

Listen Sie die fünf bis zehn wichtigsten Anwendungsfälle auf. Notieren Sie je Fall das Volumen pro Monat, den Genauigkeitsanspruch, die erlaubte Antwortzeit und die Datenklasse. Daraus folgt die Modellstufe.

2

Drei Stufen statt eines Modells

Legen Sie eine günstige Stufe für Klassifizierung, ein Arbeitspferd für den Alltag und ein Spitzenmodell für Sonderfälle fest. Halten Sie fest, wer die Stufe wechseln darf und wie ein Ausfall aufgefangen wird.

3

Rechtliches in die Anforderung

AVV, Verarbeitungsort und Protokollierung gehören in die Beschaffungsanforderung, nicht in eine spätere Prüfung. Ebenso die Frage, wer Beschäftigte im Umgang mit KI schult.

Häufige Fragen zum LLM-Vergleich 2026

Welches KI-Modell ist 2026 das beste für Unternehmen?

Es gibt kein bestes Modell, sondern eine passende Stufe je Aufgabe. Für den Alltag reichen Arbeitspferde wie Claude Sonnet 5, GPT-5.6 Terra oder Gemini 3.8 Flash. Spitzenmodelle wie Claude Opus 5, Claude Fable 5.1 oder GPT-6 Astra lohnen sich dort, wo ein Fehler teurer ist als die Anfrage. Entscheiden Sie anhand eigener Testfälle, nicht anhand von Benchmark-Tabellen.

Was kostet ein KI-Modell pro Million Tokens?

Stand September 2026 reicht die Spanne von 0,20 $ Eingabe und 1,20 $ Ausgabe bei GPT-5.6 Luna bis 10 $ und 50 $ bei GPT-6 Astra und Claude Fable 5.1. Dazwischen liegen die Arbeitspferde bei 0,75 $ bis 4 $ Eingabe. Stapelverarbeitung halbiert die Preise, Zwischenspeicher senkt wiederholte Eingaben auf ein Zehntel bis ein Vierzigstel.

Wie groß sind die Kontextfenster aktuell?

Rund eine Million Tokens sind bei den Spitzenmodellen Standard: Claude Opus 5, Sonnet 5 und Fable 5.1 verarbeiten 1 Mio. Tokens, GPT-6 Astra und GPT-5.6 rund 1,05 Mio., Gemini 3.8 Flash 1.048.576 Tokens Eingabe. Wichtiger als die Größe ist, wie zuverlässig ein Modell den Raum nutzt. Mehr dazu in der Erklärung zum Kontextfenster.

Kann ich GPT, Claude und Gemini DSGVO-konform einsetzen?

Ja, wenn Verarbeitungsort, AVV und Konfiguration stimmen. Für OpenAI führt der übliche Weg über Microsoft Foundry mit EU-Datenzone, für Claude über regionale Endpunkte bei Amazon Bedrock oder Google Cloud, für Gemini über Vertex AI mit regionalem Endpunkt. Die Bewertung im Einzelfall liegt bei Ihrem Datenschutzbeauftragten.

Wie oft muss ich meine Modellauswahl überprüfen?

Ein Rhythmus von einem Quartal reicht in der Regel. Wichtiger als das Datum ist der Auslöser: Wenn ein Anbieter ein Modell abkündigt, Preise ändert oder eine neue Stufe erscheint, lassen Sie Ihre Testfälle erneut laufen und entscheiden anhand der Ergebnisse.

Fazit: Das Modell ist austauschbar, die Architektur nicht

Die Frontier-Modelle liegen 2026 näher beieinander, als die Ankündigungen vermuten lassen. Die Unterschiede sind real, aber sie entscheiden seltener über den Erfolg eines Anwendungsfalls als die Datenanbindung, die Prozessintegration und die Frage, ob die Belegschaft das Werkzeug wirklich nutzt.

Deshalb lautet die strategische Frage nicht, welches Modell Sie kaufen, sondern welche Architektur Ihnen die Modellwahl je Aufgabe offenhält. Wer Modelle pro Team und Anwendung steuern kann, Kosten je Bereich sieht und beim nächsten Generationswechsel nur eine Einstellung ändert, spart mehr Geld als mit jeder Preisverhandlung. Wie das konkret aussieht, beschreibt der Leitfaden zur Multi-Modell-Strategie.

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